Genetische Stuhlanalyse
Was ist das Besondere an der neuen genetischen Stuhlanalyse im Vergleich zur bisherigen mikroskopischen Stuhlanalyse?
- Neben krankmachenden Bakterien, Hefepilzen (wie Candida albicans) werden auch Parasiten in einer bisher nicht verfügbaren Präzision untersucht. Während bei den bisher
durchgeführten mikroskopischen Analysen ca. 25.000 Parasiten/ml Stuhl notwendig waren, um überhaupt entdeckt und untersucht zu werden, reichen bei der neuen genetischen Analyse 1-5 Zellen aus!
Aufgrund der neuen Technologie ist es
ist auch nicht mehr notwendig, mehrere Stuhlproben einzuschicken.
- In bisherigen Stuhlanalysen fehlte oft die Untersuchung auf Heliobacter pylori, den „Magenteufel“, der mit der Bildung von Geschwüren und in letzter Konsequenz sogar Krebs in
Verbindung gebracht werden konnte. Auch Clostridien, die durch herkömmliche Tests nicht untersucht werden, gehören in unser Untersuchungsspektrum. Diese können sich nach einer
Antibiotikumtherapie im Darm ansiedeln und zu
hartnäckigen Beschwerden führen.
- Die große Stuhlanalyse (Grosser Test) überprüft zusätzlich zur mikrobiologischen Untersuchung die Verdauungsleistung d.h. die Fähigkeit, Proteine, Fette und Kohlenhydrate zu verdauen. Wenn
eine Schwäche der Bauchspeicheldrüse aufgedeckt wird, können gezielte Maßnahmen eingeleitet werden wie z.B. eine Enzymtherapie.
- Die Untersuchung auf okkultes Blut stellt eine echte Präventiv- und Vorsorgeuntersuchung dar. Ein positiver Wert deutet auf Blutungen im Magen-Darm-Trakt hin, auch wenn
dies nicht im Stuhl sichtbar ist. In diesem Fall wird eine Magen-Darm-Spiegelung zur weiteren Diagnostik empfohlen.
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Entzündungen im Verdauungstrakt werden z.B. über den Laktoferrinwert abgeklärt. Bei Laktoferrin handelt es sich um ein Glykoprotein, das von aktivierten
polymorphkernigen Neutrophilen Blutzellen gebildet wird. Laktoferrin kommt im Speichel, Tränenflüssigkeit, Bronchial- und Gastrointestinalsekret vor. Während einer akuten Entzündungsreaktion
im Darmtrakt wandern die Neutrophilen Zellen aus dem Blut in die Darmschleimhaut (Mukosa), wodurch es zu einem Anstieg von Laktoferrin im Stuhl kommt. Die Anzahl der Neutrophilen Zellen im
Blut kann deutlich absinken. Laktoferrin hat bakterizide Eigenschaften und bindet Eisen, damit es nicht für den Bakterienstoffwechsel zur Verfügung steht. Auch bei
Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann es zu einer Aktivierung von Neutrophilen Zellen kommen.
- Eine Getreideunverträglichkeit wird über die Bestimmung von Gliadin-Antikörpern im Stuhl überprüft. Dieser Test ist sehr wichtig, weil eine Unverträglichkeit auf
Getreideprodukte mit zahlreichen körperlichen und auch psychischen Symptomen einhergehen kann. Die Dunkelziffer einer Getreideunverträglichkeit ist nach Expertenmeinung deutlich höher als
bisher angenommen.
- Neu ist die Bestimmung des so genannten Adipositas Index. Dieser setzt sich zusammen aus dem Anteil an verschiedenen Bakteriengruppen, den Firmicutes und den Bakterioidetes.
Beobachtungen haben ergeben, dass Personen mit einem hohen Anteil an Firmicutes die Nahrung offenbar besser verdauen können und schneller an Gewicht zunehmen.
- Eine Besonderheit der Stuhlanalyse ist der im Preis enthaltene Medikamententest/Sensibilitätstest. Hierbei werden Medikamente und natürliche Substanzen überprüft. Der
Therapeut erfährt durch diese Analyse, ob die üblichen Pilzpräparate wie Nystatin, Fluconazol etc. wirksam gegen die in der Analyse nachgewiesenen Pilze sind. Im Medikamententest werden auch
natürliche Präparate wie Oregano, Caprylsäure, Tannine, Bärentraubenblätter, Berberin u.a. untersucht. Sensibilitätstests werden auf alle dysbiotischen Bakterien und Pilze durchgeführt. Wenn
mehrere Bakterien oder Pilze nachgewiesen worden sind, erfolgen natürlich Medikamententests separat für jeden Stamm, ohne dass diese zusätzlich berechnet werden.
- Die Gene der Darmbakterien werden auf Antibiotikum-Resistenzen untersucht – eine wichtige Information
für den Therapeuten im Hinblick auf die Auswahl eines Antibiotikums. Wird ein Antibiotikum verabreicht,
gegen das ein Bakterienstamm Resistenzen entwickelt hat, so kann das Medikament keine Wirkung entfalten und die Beschwerden verschlimmern sich.
- Aufgrund der genetischen Komplettanalyse, gibt es also keine „Zusatzuntersuchungen“ und somit auch keine „Zusatzkosten“ mehr. Die neue Stuhlanalyse beinhaltet alle therapierelevanten Keime.
















