Hyperaktivität

In letzter Zeit häufen sich die Nachrichten, dass Kinder und Erwachsene mit ADHS besonders intelligent und kreativ sind. Man erwähnt Hermann Hesse, Churchill und sogar Mozart – alle sollen an dem Syndrom gelitten haben, das sich in den letzten Jahren offenbar explosionsartig vermehrt hat.

 

Die Ursache dieser „Krankheit“ ist bislang nicht bekannt. Es gibt ihn auch nicht, DEN AUSLÖSER. Es gibt aber einige bekannte Auslöser.

 

Im Laufe der 20- jährigen ärztlichen Tätigkeit mit hochsensiblen Patienten konnte wir in unserem Institut oft beobachten, dass der Hirnstoffwechsel der Kinder bzw. Erwachsenen durch zahlreiche Umweltfaktoren wie Chemikalien, Nahrungsmittel, Zusatzstoffe etc. erheblich gestört werden kann.

 

Vielfältige Symptome konnten wir durch Umweltfaktoren bei unseren Patienten auslösen: Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Störungen der Feinmotorik, epileptische Anfälle, Aggressionsausbrüche, Migräne etc.. Aufgrund dieser Erfahrungen halten wir es für sinnvoll, vor dem Einsatz von psychoaktiven Medikamenten, eine umweltmedizinische Diagnostik als Basis für eine individuelle Behandlung vorzuschalten.

 

Hierbei sollten neben einer differenzierten Abklärung von Nahrungsmittelallergien (bzw. Pseudoallergien) auch Stuhl- und Verdauungsanalysen durchgeführt werden. Ergänzend hierzu sind Stoffwechseluntersuchungen im Hinblick auf einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Fettsäuren hilfreich. Eine Belastung durch Schwermetalle sollte ausgeschlossen werden.

 

Neben der direkten Bestimmung der Schwermetalle im Blut, Urin und Haaren lässt sich eine Schadstoffbelastung indirekt nachweisen. Durch die Bestimmung des Porphyrinprofils im Urin kann man auf eine Belastung durch Arsen, Quecksilber, Blei o.a. schließen.

 

Seit wenigen Monaten sind die Polypeptidanalysen im Urin verfügbar. Hierdurch können Eiweißunverträglichkeiten als Ursache für neurologische Störungen aufgedeckt werden. Unverdaute Eiweiße aus Kuhmilch und Getreide wie z.B. Glutenomorphine oder Casomorphine können besonders bei einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu Störungen im Gehirnstoffwechsel führen.

 

Was nun als nächstes?

 

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